Multitalent Orange - eine rundum gelungene Sache

 

© lisa870 AdobeStock 96603749
 
Sie ist ein Star: Die Orange – sie hat Weltruhm erlangt und ist dementsprechend die beliebteste und am häufigsten angebaute Zitrusfrucht. Sie stand Patin für die gleichnamige Farbe. Ihr Heimatland ist China (Apfelsine = Apfel aus China), doch mittlerweile hat Brasilien, was die Produktionsmenge der einstigen Exotin betrifft, das Herkunftsland auf den zweiten Platz verwiesen. 
Jetzt im Winter ist wieder „Showtime“ – schließlich sieht sie nicht nur zum Anbeißen aus, sondern verströmt auch einen wunderbaren, süßlichen Duft, weshalb Orangenöl nicht nur ein geschätzter Bestandteil verführerischer Parfums, Duftöle, Seifen etc. ist, sondern die ganze Frucht, ihre Schale oder einzelne Scheiben (wahlweise mit ganzen Nelken gespickt) gerne auch zu Dekozwecken (z.B. Teelicht in halber Orangenschale) verwendet werden. Auch Tees mit Bestandteilen der Apfelsine erfreuen sich zurecht großer Beliebtheit.

Doch wir wollen uns hier vor allem mit den inneren Werten der Südfrucht befassen: Das Gute daran ist das Gute darin!
  • Allgemein bekannt ist, dass die Orange ein prima Vitamin C-Lieferant ist: Bereits zwei große Orange können den täglichen Vitamin C-Bedarf eines Erwachsenen decken – und das bei gerade mal ungefähr 120 Kilokalorien pro Stück. Vitamine der B-Gruppe, Mineralien und Ballaststoffe sind im „Lieferumfang“ inbegriffen. Auch die enthaltenen Polyphenole wirken entzündungshemmend und antioxidativ; insgesamt „boostert“ die Frucht also unser Immunsystem.
  • Neben unserer Immunabwehr profitieren freilich auch Herz und Gefäße von den oben genannten Inhaltsstoffen, insbesondere der Vitamin C-Gehalt und die Reduzierung von oxidativem Stress können der Entstehung von Arteriosklerose entgegenwirken.
  • Einen weiteren Pluspunkt stellt das enthaltene Kalium (etwa 300 mg/Orange) dar – ein ausgeglichener Kaliumspiegel ist wichtig für einen regelrechten Blutdruck. 
  • Auch an unsere Knochen und Zähne ist bei den süßen Sauren gedacht – deshalb haben sie auch das Mineral Magnesium im Gepäck, welches deren Stabilität zugutekommt.
  • Verantwortlich für die bitteren Akzente im Geschmack ist ein Flavonoid, das Naringenin (in Grapefruits noch stärker vertreten), dem auch eine positive Wirkung auf die Verdauung zugeschrieben wird.
  • Gerade jetzt, in den grauen, tristen europäischen Wintermonaten, erinnern die leuchtenden Früchte an die Sonne; doch nicht nur das sorgt für gehobene Stimmung, sondern die enthaltenen B-Vitamine befeuern tatsächlich unsere Serotonin-Produktion. Serotonin wird gerne auch als das „Glückshormon“ bezeichnet.
Generell gilt noch zu sagen, dass Bio-Früchte im Hinblick auf eine Pestizid-Belastung sicher die bessere Wahl sind, obwohl diese sich „nur“ in der äußeren Schale befinden. Die Hände deshalb nach dem Schälen und vor dem Verzehr einmal gründlich waschen (so wird das Fruchtfleisch über die Hände nicht mit dem Pflanzenschutzmittel kontaminiert).
Auf das Zähneputzen sollte man innerhalb 30 Minuten nach dem Genuss säurehaltiger Nahrungsmittel dem Zahnschmelz zuliebe verzichten.
 
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